Diabetes ist eine chronische Krankheit, bei der der Glukose (Zucker)-Spiegel im Blut erhöht ist. Die meisten Lebensmittel, die wir essen, werden in Glukose umgewandelt, die unser Körper zur Energiegewinnung nutzt. Die Bauchspeicheldrüse produziert Insulin, ein Hormon, das den Blutzuckerspiegel reguliert, indem es Zucker in die Zellen lässt, wo er in Energie für den Körper umgewandelt wird. Außerdem wird überschüssiger Zucker von Insulin in Muskeln und Leber gespeichert. Wenn kein oder nicht genügend Insulin vorhanden ist, kann Zucker nicht in die Zellen gelangen, er verbleibt im Blut und der Zuckerspiegel im Blut ist erhöht.

- Typ 2: Dies ist die häufigste Form von Diabetes (90 % der Diabetiker haben Typ 2), die in der Regel im Alter und in einem fortgeschrittenen Stadium der Krankheitsentwicklung entdeckt wird, wenn Komplikationen in anderen Organen aufgetreten sind.
- Typ 1: Aufgrund einer Störung des Abwehr-(immunologischen) Systems werden bei Typ-1-Diabetes Antikörper gebildet, die die körpereigenen insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstören. Die Krankheit entwickelt sich mit der Zerstörung von 70-90 % der Zellen. Sie tritt in der Regel bei Kindern und jüngeren Menschen auf.
Symptome beider Diabetes-Typen sind:
- übermäßiger Durst
- häufiges Wasserlassen
- unerklärlicher Gewichtsverlust
- Müdigkeit und Erschöpfung
- starker Hunger
- plötzliche Sehstörungen
- Konzentrationsmangel
- trockene Haut
- Wunden, die langsam heilen
- häufigere Infektionen
Beim Typ-2-Diabetes sind die Symptome zu Beginn der Erkrankung oft nicht so stark ausgeprägt, dass es durchschnittlich 5-7 Jahre dauert, bis eine Diagnose gestellt wird. Bei Typ 1 tritt die Krankheit plötzlich auf.

Je länger der Diabetes andauert, desto größer ist die Möglichkeit, Komplikationen zu entwickeln. Leider wird Typ-2-Diabetes oft in einem fortgeschrittenen Stadium der Krankheitsentwicklung entdeckt, wenn Komplikationen in anderen Organen aufgetreten sind, wie z. B. Veränderungen in den Blutgefäßen, die einen Herzinfarkt oder Schlaganfall, Nierenversagen, Nervenschäden und Schäden an kleinen Blutgefäßen im Auge (Retinopathie) verursachen können. Durch eine bessere Regulierung des Diabetes wird das Auftreten von Komplikationen deutlich reduziert und das Risiko einer weiteren Progression der Krankheit verringert.
Welche Präventionsmaßnahmen gibt es?
Typ-1-Diabetes kann derzeit nicht verhindert werden, während gesunde Ernährungsgewohnheiten, körperliche Aktivität und die Aufrechterhaltung eines wünschenswerten Körpergewichts das Risiko der Entwicklung von Typ-2-Diabetes verringern können.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation kann regelmäßiges Gehen von mindestens 30 Minuten pro Tag das Risiko für Typ-2-Diabetes um 35-40 % senken.
