Das Guillain-Barré-Syndrom ist eine seltene neurologische Erkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise die Nerven angreift. Erste Symptome sind oft ein Kribbeln und Schwächegefühl in Händen und Füßen. Dies kann sich rasch verschlimmern und in schweren Fällen zu einer vollständigen Lähmung des gesamten Körpers führen. Es wird als medizinischer Notfall betrachtet, wobei die meisten Betroffenen einen Krankenhausaufenthalt benötigen.
Die genaue Ursache bleibt unklar, doch viele Patienten berichten, in den Wochen vor dem Ausbruch des Guillain-Barré-Syndroms Symptome einer Infektion erlebt zu haben, wie COVID-19, Atemwegs- oder Magen-Darm-Infektionen oder das Zika-Virus.
Obwohl es keine Heilung gibt, stehen Behandlungen zur Verfügung, um die Symptome zu lindern und die Dauer der Krankheit zu verkürzen. Glücklicherweise erholen sich die meisten Patienten, wobei die Mehrheit innerhalb von sechs Monaten ihre Gehfähigkeit wiedererlangt. Einige können jedoch Langzeitfolgen wie Schwäche, Taubheitsgefühle oder Müdigkeit haben.
Symptome:
- Kribbelgefühle, die oft in den Füßen und Beinen beginnen, bevor sie sich nach oben ausbreiten.
- Progressive Schwäche, die die Mobilität und das Gleichgewicht beeinträchtigt.
- Schwierigkeiten bei Gesichtsbewegungen, die Sprache, Kauen und Schlucken beeinträchtigen.
- Sehstörungen, einschließlich Doppelsehen.
- Starke Schmerzen, die sich oft nachts verschlimmern.
- Probleme mit der Blasen- oder Darmfunktion.
- Unregelmäßiger Herzschlag und schwankender Blutdruck.
- Atembeschwerden.
Arten des Guillain-Barré-Syndroms:
- Akute inflammatorische demyelinisierende Polyradikuloneuropathie (AIDP): In Nordamerika und Europa verbreitet, gekennzeichnet durch Muskelschwäche, die in den unteren Extremitäten beginnt.
- Miller-Fisher-Syndrom (MFS): In Asien häufiger, beginnt es mit Augenlähmung und wird von einem unsicheren Gang begleitet.
- Akute motorische axonale Neuropathie (AMAN) und akute motorisch-sensorische axonale Neuropathie (AMSAN): In den USA seltener, aber in Regionen wie China, Japan und Mexiko häufig.
Wann Sie ärztliche Hilfe suchen sollten:
Leichtes Kribbeln in den Extremitäten rechtfertigt einen Arztbesuch. Wenn Sie jedoch schnell fortschreitendes Kribbeln oder Schwäche, Atembeschwerden oder Ersticken an Speichel erfahren, suchen Sie sofort ärztliche Hilfe auf.
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