Wenn ein oder mehrere Wirbel der Wirbelsäule kollabieren oder zertrümmern, führt dies zu einer Wirbelsäulen-Kompressionsfraktur. Diese können erhebliche Rückenschmerzen, Größenverlust und eingeschränkte Beweglichkeit zur Folge haben. Osteoporose ist die häufigste Ursache für Kompressionsfrakturen, sie können jedoch auch durch Traumata oder Tumore verursacht werden. Dieser Artikel befasst sich mit den verschiedenen Behandlungsoptionen für Wirbelsäulen-Kompressionsfrakturen.
Nicht-chirurgische Verfahren
Entspannung und Schmerzlinderung: Ruhe und Schmerzkontrolle können in bestimmten Fällen ausreichen, um eine Kompressionsfraktur zu behandeln. Bettruhe für einige Tage oder Wochen, verbunden mit Schmerzmitteln, kann erforderlich sein.
- Rückenstützen
Eine Rückenstütze kann dazu beitragen, die Wirbelsäule zu stabilisieren und Beschwerden zu lindern. Sie werden normalerweise für mehrere Wochen getragen und können mit anderen Therapien kombiniert werden.
- Rehabilitationsbehandlung
Physiotherapie kann dazu beitragen, die Beweglichkeit, Kraft und Flexibilität der Rückenmuskulatur zu verbessern. Dies kann zur Schmerzlinderung und zur Vorbeugung weiterer Frakturen beitragen.
- Medikamente
Bisphosphonate beispielsweise können zur Behandlung von Osteoporose eingesetzt werden, einer häufigen Ursache für Kompressionsfrakturen. Andere Medikamente, die zur Stärkung der Knochen beitragen können, sind Calcitonin und Teriparatid.
Chirurgische Behandlungen
- Vertebroplastie
Die Vertebroplastie ist eine minimalinvasive Technik, bei der ein spezieller Zement in einen kollabierten Wirbel injiziert wird. Dies kann zur Stabilisierung der Wirbelsäule und zur Schmerzlinderung beitragen. Die Operation dauert in der Regel etwa eine Stunde und wird ambulant durchgeführt.
- Kyphoplastie
Die Kyphoplastie ist eine Operation, die der Vertebroplastie ähnelt, bei der ein Ballon verwendet wird, um Raum im entleerten Wirbel zu schaffen, bevor Zement injiziert wird. Dies kann dazu beitragen, die Wirbelhöhe wiederherzustellen und das Risiko zukünftiger Frakturen zu verringern.
- Spinalfusion
Eine Spinalfusion kann in Betracht gezogen werden, wenn mehrere Frakturen oder eine erhebliche Instabilität in der Wirbelsäule vorliegen. Mit Metallimplantaten und Knochentransplantaten werden zwei oder mehr Wirbel miteinander verbunden. Dies kann dazu beitragen, die Wirbelsäule zu stabilisieren und Beschwerden zu lindern, kann aber auch die Beweglichkeit einschränken.
- Dekompression Chirurgie
Eine Dekompressionsoperation kann vorgeschlagen werden, wenn ein komprimierter Nerv erhebliche Schmerzen oder neurologische Probleme verursacht. Dieses Verfahren beinhaltet die Entfernung des Teils des Wirbels, der den Nerv komprimiert, was Schmerzen lindern und die Beweglichkeit erhöhen kann.
Genesung und Rehabilitation
Der Heilungs- und Rehabilitationsprozess bei Wirbelsäulen-Kompressionsfrakturen hängt vom Ausmaß der Fraktur sowie der durchgeführten Therapie ab. Im Allgemeinen erfordern nicht-chirurgische Therapien mehrere Wochen Ruhe und Physiotherapie, während chirurgische Therapien mehrere Monate Genesung und Rehabilitation erfordern können. Um die Heilung zu verbessern und weitere Frakturen zu vermeiden, ist es wichtig, die Anweisungen Ihres Arztes bezüglich Ruhe, Bewegung und Physiotherapie zu befolgen.
Prävention
Die Erhaltung einer guten Knochengesundheit und die Verringerung des Sturzrisikos sind zwei Möglichkeiten, Wirbelsäulen-Kompressionsfrakturen vorzubeugen. Dies kann erreicht werden durch:
- Eine kalzium- und vitamin-D-reiche Ernährung,
- Regelmäßige gewichtsbelastende Aktivitäten, wie Gehen oder Krafttraining,
- Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum sollten vermieden werden,
- Einnahme von Osteoporose-Medikamenten wie verordnet,
- Änderungen in Ihrem Haus vornehmen, um das Sturzrisiko zu verringern, z. B. Haltegriffe im Badezimmer anbringen und Stolperfallen reduzieren.
