Die Haglund-Deformität, manchmal auch als „Pump-Buckel“ bekannt, ist eine Fußerkrankung im Fersenbereich. Sie zeichnet sich durch einen knöchernen Auswuchs auf der Rückseite des Fersenbeins aus, der zu Beschwerden, Schwellungen und Rötungen im betroffenen Bereich führen kann. Diese Erkrankung ist nach Per A. Haglund benannt, einem schwedischen Arzt, der sie 1928 erstmals beschrieb.
Ursache
Die genaue Ätiologie der Haglund-Deformität ist unbekannt, es wird jedoch vermutet, dass es sich um eine Mischung aus genetischen und Umweltfaktoren handelt. Bestimmte Personen können aufgrund ihrer Fußanatomie, wie z. B. einem hohen Fußgewölbe oder einer straffen Achillessehne, für die Erkrankung prädisponiert sein. Andere können sie durch häufige Schädigung oder Druck auf die Rückseite des Fersenbeins bekommen, z. B. durch das Tragen unpassender Schuhe.
Symptome
Die Symptome der Haglund-Deformität variieren, umfassen aber am häufigsten Beschwerden und Schwellungen an der Rückseite der Ferse, insbesondere beim Tragen von Schuhen oder längerem Stehen. Darüber hinaus kann die betroffene Region gerötet und druckempfindlich sein. In bestimmten Fällen kann ein deutlicher Höcker auf der Rückseite des Fersenbeins sichtbar sein. Die Erkrankung kann auch eine Entzündung der Achillessehne verursachen, was die Bewegung von Fuß und Sprunggelenk erschwert.
Diagnose
Die Diagnose der Haglund-Deformität erfolgt in der Regel durch eine körperliche Untersuchung des Fußes und der Ferse sowie durch bildgebende Verfahren wie Röntgen- oder MRT-Aufnahmen. Diese Untersuchungen können helfen, das Ausmaß des Knochenwachstums und eventuelle Gewebeschäden zu beurteilen.
Behandlung
Die konservative Behandlung der Haglund-Deformität beginnt oft mit Ruhe, Eis und entzündungshemmenden Medikamenten, um Beschwerden und Schwellungen zu lindern. Physiotherapie kann empfohlen werden, um die Achillessehne und die umgebenden Muskeln zu dehnen und zu stärken. Orthopädische Hilfsmittel, wie Fersenpolster oder Schuheinlagen, können in einigen Fällen verwendet werden, um den Druck auf die Rückseite des Fersenbeins zu reduzieren.
Prävention
Schuhe mit harten Fersenkappen sollten vermieden werden. Die Verwendung geeigneter Schuheinlagen kann bei einem hohen Fußgewölbe oder einer straffen Achillessehne eine biomechanische Entlastung bei übermäßiger Belastung bewirken. Eine ausreichende und angemessene Dehnung der Achillessehne bietet in der Regel die größte Hilfe bei der Vermeidung der Entstehung oder des Fortschreitens einer Haglund-Deformität.
