Der Name Fibromyalgie selbst enthält drei grundlegende Merkmale – Fibro = Bindegewebe, Myo = Muskel, Algia = Schmerz – und bedeutet eine Schmerzempfindlichkeit des Bindegewebes und der Muskeln. Es handelt sich um eine besondere Form des Rheumas, gekennzeichnet durch Unbehagen, diffuse Schmerzen und zahlreiche schmerzhafte Punkte am Körper. Sie kann sich als Gelenksteifigkeit, Schmerzen im Gewebe um das Gelenk, in Muskeln, Bändern, Sehnenscheiden, Unterhautgewebe äußern, wobei keine Anzeichen einer Entzündung vorliegen.
Was genau ist Fibromyalgie?
Fibromyalgie ist eine häufige und komplexe Erkrankung, die Folgen auf physischer, mentaler und sozialer Ebene hat. Sie zeichnet sich durch weit verbreitete Schmerzen im ganzen Körper sowie andere Symptome wie Erschöpfung, Schlafprobleme und Stimmungsschwankungen aus.
Ursachen
In der Regel ist die Ursache der Fibromyalgie unbekannt. Bestimmte Bedingungen können jedoch zur Entwicklung der Erkrankung beitragen. Dazu gehören schlechter Schlaf, wiederholte Überanstrengung oder Verletzungen. Auch psychischer Stress kann zu ihrem Auftreten beitragen. Stress an sich ist jedoch kein Problem. Das Problem ist die Art und Weise, wie Menschen auf Stress reagieren.
Symptome der Fibromyalgie
Die meisten Menschen empfinden allgemeine Schwäche, Steifheit und Schmerzen.
Fibromyalgie ist gekennzeichnet durch chronische Schmerzen im ganzen Körper und verschiedene andere Symptome wie:
-
Berührungs- oder Druckempfindlichkeit im Bereich bestimmter Punkte am Körper (Nacken, Hals, Schultern, Ellbogen, Brust, Hüften, Knie)
-
ausgeprägte Müdigkeit und Erschöpfung (besonders nach einem anstrengenden Tag oder einer schlaflosen Nacht)
-
Schlafstörungen
-
Schwierigkeiten mit Gedächtnis und Konzentration
Rheumatische Symptome sind bei 98 Prozent der Patienten vorhanden. Zu diesen Symptomen gehören Schmerzen, Steifheit und Schwellungen der Gelenke. Schmerz und eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit sind die Hauptsymptome, und beides kann durch Palpation oder durch leichten Fingerdruck nachgewiesen werden.
Die Symptome der Fibromyalgie können in ihrer Intensität variieren, und ihre Dynamik und Überlappung ändern sich im Laufe der Zeit ständig.
Diagnose der Fibromyalgie
Die Diagnose von Fibromyalgie kann schwierig sein, da es keine eindeutigen Tests oder Anzeichen für die Erkrankung gibt. Um andere Krankheiten auszuschließen und eine Diagnose zu stellen, können Ärzte eine Mischung aus körperlichen Untersuchungen, Bluttests und bildgebenden Verfahren einsetzen.
Ärzte ziehen eine Diagnose von Fibromyalgie bei Personen in Betracht, die über mindestens 3 Monate diffuse Schmerzen haben, insbesondere wenn diese von verschiedenen anderen körperlichen Symptomen wie Müdigkeit begleitet werden. Schmerzen gelten als diffus, wenn Menschen Schmerzen auf der linken und rechten Körperseite, oberhalb und unterhalb der Taille sowie in der oberen Wirbelsäule, der Brustwand oder der mittleren Wirbelsäule und im unteren Rückenbereich haben.
Behandlung von Fibromyalgie
Fibromyalgie-Patienten berichten von größerem Unbehagen bei niedrigeren Schmerzschwellen. Beschwerden in anderen Körperregionen sind häufiger, aber Untersuchungen zeigen, dass viele Menschen mit Fibromyalgie auch Beschwerden in den Füßen haben.
Behandlungsmöglichkeiten umfassen:
-
Medikamente
Bestimmte Medikamente können helfen, Fibromyalgie-Schmerzen und andere Symptome zu behandeln. Schmerzmittel, Antidepressiva und Medikamente gegen Krampfanfälle sind Beispiele für solche Medikamente.
-
Therapie
CBT kann Patienten helfen, die emotionalen und psychologischen Komponenten der Fibromyalgie zu bewältigen, während Physiotherapie helfen kann, die Mobilität zu erhöhen und Beschwerden zu lindern.
-
Veränderungen im Lebensstil
Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und die Anwendung von Stressmanagement-Fähigkeiten können alle dazu beitragen, Fibromyalgie-Symptome zu lindern.
Leben mit Fibromyalgie
-
Schaffen Sie ein Unterstützungssystem.
Der Aufbau eines Unterstützungsnetzwerks aus Angehörigen und medizinischem Fachpersonal kann jemandem, der mit chronischen Schmerzen zu kämpfen hat, helfen, sich weniger allein zu fühlen.
-
Selbstfürsorge ist unerlässlich.
Wenn man eine chronische Krankheit hat, muss man auf sich selbst achten. Dazu kann gehören, ausreichend Schlaf zu bekommen, sich gesund zu ernähren und Stressmanagement-Techniken zu erlernen.
-
Aerobes Training
Es hat sich gezeigt, dass regelmäßige aerobe Übungen dazu beitragen, die Empfindlichkeit gegenüber Muskelschmerzen zu reduzieren und die Schlafqualität zu verbessern, die bei Menschen mit Fibromyalgie oft gestört ist. Es ist ratsam, mit Übungen geringer bis moderater Intensität zu beginnen und die Anzahl der Sätze und/oder die Dauer der Aktivitäten schrittweise zu erhöhen.
